Sonderausstellung zu Ehren von Klaus Nietzer

Für den Verlag für Technik und Handwerk (VTH) bzw. das Fachmagazin „Flug Modell Technik“ (FMT) zeichnet Klaus Nietzer schon 50 Jahre Baupläne für Modellflugzeuge. Aus Anlass dieses Jubiläums wurde Anfang Oktober eine Sonderausstellung eröffnet, die bis Ende April 2020 zu sehen ist.

Bei einem Schaufliegen in Gaggenau bei Baden-Baden flog er den Nachbau des Transportflugzeuges „Messerschmitt Me 323“. Ein VTH-Mitarbeiter fragte ihn nach einem Bauplan für das Modell und den hat er dann gezeichnet. Er wurde veröffentlicht und begründete eine Reihe von über 80 Bauplänen, die bis heute erscheinen.

In der Ausstellung können neben einigen Exponaten auch Baupläne bestaunt und sein Lebenslauf nachgelesen werden. Der modernisierte Nachbau des HAST aus den 50er Jahre ist als Plan und als flugfertiges Flugmodell ebenfalls zu sehen.

Ein Eintrag ins „Goldene“ Gästebuch des Museums mit Widmung und Zeichnung durfte natürlich nicht versäumt werden.

Das Museum sagt Danke für die vielen Pläne, die Klaus Nietzer für den Modellflug gezeichnet hat. Das Museum sagt herzlichen Glückwunsch zu 50 Jahre Zusammenarbeit mit dem Fachmagazin FMT. 


 

Der Luftsportverein Rinteln zu Besuch im Museum

Seit etlichen Jahren ist der LSV bereits in der OLC - Segelflug- Bundesliga sehr aktiv und in diesem Jahr wurden sie nun erstmalig Deutscher Meister. Da lag es nahe vor der Siegerehrung durch den OLC in Poppenhausen, auf Einladung des Segelflugmusem die Ausstellung der lautlosen Gleiter auf der Wasserkuppe zu besuchen.

Friedhelm Steinkamp als pensionierte Flieger vom LSV meinte: “der Berg der Segelflieger sei ja bekannt, aber solch eine Ausstellung an Segelflugzeugen ect., das hätte er so nicht erwartet.”

Es wurde noch einige Zeit im Museum gefachsimpelt und Frank Jankowski- Zumbrink (Geschäftsführer von Fliegerstrom) ließ Gratulation zum Gewinn der OLC DM 2019 durch die Leitung des Deutschen Segelflugmuseum mit Modellflug ausrichten. Er spendierte den Prosecco der Kelterei Krenzer für die kleine Sieges-Feier. Natürlich durfte ein Eintrag in das Gästebuch des Museums nicht fehlen.


 

Ein Meilenstein in 1:2

 

Ein weiteres Großmodell ist auf der Wasserkuppe zu angekommen: das von Wolf Hirth entworfene und in Grunau gebaute "Moazagotl" mit den stattlichen Möwenflügeln war ein wichtiger Meilenstein und zeigte bereits die Flügelform, wie sie später in der "Minimoa" verwendet wurde. Die "Minimoa" ist ja auch ein "Mini-Moazagotl", so entstand der Name des Leistungssegelflugzeuges.

Das originale "Moazagotl" blieb ein Einzelstück und ist nicht mehr erhalten, die Familie Zahn hatte jedoch vor ca. 35 Jahren ein Modell im Maßstab 1:2 gebaut. Dieses ist jetzt im Rundbau des Deutschen Segelflugmuseums mit Modellflug zu bestaunen. Herzlichen Dank an Familie Zahn, welche das Modell dieses Jahr zuerst am Stand des Vintage Glider Club auf der Aero in Friedrichshafen ausgestellt hatten (um für einen Neubau in Originalgröße zu werben) und es nunmehr dem Museum auf der Wasserkuppe übergeben haben.


 
Sonderausstellung im Museum auf der Wasserkuppe
 

Das Fachmagazin Flug-Modell-Technik (FMT) ehrt mit einer Sonderausstellung im Museum auf der Wasserkuppe Klaus Nietzer. Er hat in 50 Jahren Zusammenarbeit mit FMT mit über 80 Bauplanveröffentlichungen die Entwicklung des Modellfluges maßgeblich geprägt.

Einfache Anfänger-Segelflugmodelle bis hin zum Bauplan des Lastenseglers „Gigant“, alle Flugmodelle von Klaus Nietzer fliegen hervorragend und sind so konstruiert, dass selbst Bauanfänger damit zum Erfolg kommen. Auch Flugmodell aus den 30er und 40er Jahren, die im Museum ausgestellt sind, z.B. der berühmte „Hast 3“, wurden von Klaus Nietzer aktuell für den Einbau einer Fernsteuerung umkonstruiert und von FMT veröffentlicht.

Die Eröffnung der Sonderausstellung erfolgt am 05.10.2019 um 14:00 Uhr im Museum unter Teilnahme von Klaus Nietzer persönlich und den Verantwortlichen von FMT und dem Museum.


 
Röderwinde für das Museum
 

Der Sohn des Erfinders der legendären Röder-Winde hat uns eine solche angeboten und schreibt dazu:

Mein Vater, Senator Wilhelm Röder (geb.1904), hat sein ganzes Leben mit der Liebe zum Fliegen verbracht. Er startete in frühester Jungend mit der Segelfliegerei auf der Wasserkuppe. Wegen der Schwierigkeiten während des Startes entwickelte er die ,,Röder-Seilwinde“ die jahrelang erfolgreich gebaut und im In - und Ausland verwendet wurde.

Vor einigen Jahren konnte ich eine ,,Röder-Seilwinde“ erwerben. Sie sollte restauriert und als Ausstellungstück im Eingangsbereich unserer damaligen Firma ,,Röder Präzision GmbH“, Egelsbach, an die Ursprünge der Firma erinnern ...

... meine Frage an Sie, ob lnteresse an der Seilwinde besteht. Es wäre nur schön, wenn sie als Zeitdokument restauriert und erhalten bleiben würde.

Da haben wir natürlich zugesagt und werden sie in Kürze abholen. Wenn sie dann im Museum zu bestaunen sein wird, gibt es eine entsprechende Info.


 

 

Lina und Max + Entdeckertour

 

Die Entdeckertour für Kinder und Jugendliche gibt es im Museum schon länger. Öfter mal ist dann die ganze Famiie aktiv, laufen Eltern oder Großeltern mit Kindern bzw. Enkeln auf der Suche nach den Antworten gemeinsam durch das Museum. Damit lernen dann alle etwas über 100 Jahre spannende Fluggeschichte. Als Belohnung bekamen die kleinen Entdecker dann einen kleinen Flieger oder einen Luftballon.

Doch seit diesem Wochenende lohnt es sich noch mehr auf Entdeckertour zu gehen. Als kleines Geschenk gibt es nun die Broschüre „Lina und Max“, in der diese beiden Geschwister den Luftsport entdecken. Damit geht also die Entdeckertour daheim weiter, sind doch kleine aerodynamische Experimente enthalten, kann man einen Drachen und ein Flugmodell nach Plan bauen, wird von einem Erstflug in einem Segelflugzeug berichtet …

Im Museum die Geschichte entdecken und daheim die Physik und die Faszination des Fliegens.

Dank der Unterstützung von Andreas Sonnenwald vom DAeC-Landesverband Hamburg, der Firma Aeronaut und dem Grafiker Tilman Straszburger haben unsere jungen Besucherinnen und Besucher nun doppelt Spaß.

PS: Ach ja, in Kürze wird es eine neue, zweite Entdeckertour im Museum geben !! 


 
Ein Flugmodell aus Gersfeld
 

Horst Leuber vom Rhönflug Gersfeld übergab dem Deutschen Segelflugmuseum mit Modellflug eines seiner erfolgreichsten Flugmodelle aus dem Jahr 1959. Damit erflog er Platz eins bei der 6. Coppa Stella D`Italia im Jahr 1961. Der Gersfelder startete dabei am Somo Alto bei Rovereto – Trient in Italien.

Das neue Exponat ist im Museum nun bei den sogenannten Magnetflugmodellen ausgestellt. Dabei sorgt ein Magnet, im Prinzip ein Kompass dafür, dass das Flugmodell immer geradeaus fliegt und so den Hangaufwind nutzt. Die Wasserkuppe war über viele Jahre der ideale Startplatz für solche Modelle, viele Deutsche Meisterschaften wurden hier ausgetragen.

Das besonders am Flugmodell von Horst Leuber ist, dass es nach einer gewissen Zeit, ausgelöst mit einer Klimmschnur, die einen Gummi durchschmorte, in den Kreisflug überging. Damit konnte ab einer gewissen Höhe dann die Thermik, die warmen Aufwinde genutzt werden. Damit das Flugmodell nicht auf nimmer Wiedersehen verschwand schmorte nach vorgegebener Zeit eine weitere Klimmschnur den Gummi der sogenannten Thermikbremse durch. Das Höhenruder klappte nach oben und das Modell landete sicher. Manchmal aber auch in einem Baum, was dann besonders in den Alpen eine teilweise aufwendige Bergung nach sich zog.

Das Museum auf der Wasserkuppe ist um ein attraktives Flugmodell eines Gersfelder Modellfliegers reicher - vielen Dank.

Bild: Horst Leuber links bei der Siegerehrung