1932 - 1934

1932:

Oskar Gentsch siegt mit seinem Modell Os-Ge S3 beim Rhönwettbewerb mit einer Strecke von 8800 m.

Der Deutsche Luftfahrtverband und der Deutsche Modell- und Segelflug- Verband sorgen dafür, dass nach den ersten großen Wettbewerben die Siegermodelle als Baupläne veröffentlicht werden und so dem Nachwuchs eine Grundlage für den Einstieg in den Modellflug gegeben wird.
Die Veranstalter stellen für jeden großen Wettbewerb in den Ausschreibungen neue Konstruktionsaufgaben und fördern so die Entwicklung. Als Anreiz werden verlockende Preise augesetzt.
Inzwischen haben sich 4 Geschäfte auf den Handel mit Bedarf für den Modellbau spezialisiert: Möbius, Zilch, Pause und Wegner.


30.01. Günther Grönhoff gewinnt den mit 3.ooo.oo RM dotierten Ullsteinpreis in Berlin.

03.02. Günther Groenhoff erhält den Hindenburg-Pokal 1931, die höchste Auszeichnung für Segelflieger.

23.07. Ein schwarzer Tag in der Segelfluggeschichte. Günther Groenhoff stürzt am Fuß der Wasserkuppe ab und stirbt an seinen Verletzungen.

14.11. Martin Schempp, Stuttgart fliegt seine "Silber-C"

1933:

Reinhard Lahde aus Berlin erreicht mit einer Kreiselsteuerung in seinem Modell eine Flugzeit von 12 min.

30.01. Die einzelnen Luftsportvereine werden im DLV,  Deuschen Luftsport Verband, zusammen gefasst.
 
13.02. Farner überquert als erster auf einer Elmer-Citro das Alpenmasiv im Flugzeugschlepp hinter einer Puss-Moth, geflogen von Robert Fretz. Zürich -Mailand.
Längere Streckenflüge waren zu dieser Zeit in der Schweiz nicht möglich, da die Behörden das transportieren abgerüsteter Flugzeuge auf Hängern hinter Kraftfahrzeugen noch nicht gestatteten. 

03.04.  Als 9. Segelflieger erhält Heini Dittmar, Schweinfurt das Silberne Leistungsabzeichen der FAI. Die Silber-C.

26.04. Die "Rhön-Rossiten-Gesellschaft" wird aufgelöst.

 07.06. Peter Riedel fliegt auf Fafnir neuen Streckenrekord Darmstadt- Frankreich.- 240,0 km.

1934:

05.01.-08.05.
Die Segelflugexpedition nach Brasilien und Argentinien unter Leitung von Prof. Geogii wid per Schiff mit 4 Piloten - H. Reitsch, H. Dittmar, P, Riedel und W. Hirth - und 5 Flugzeugen zunächst nach Rio de Janeiro gebracht, dort sperrt sich der Zoll, bis Dittmar  am 16.02. einen Weltrekordmit 4250 m Höhe erfliegen kann. Nach einem Aufenthalt in Sao Paulo gehts nach Argentinien, wo in der Umgebung von Buenos Aires nur kleinere Flüge gelingen. Die Wetterlage im dortigen Herbst ist nicht gut. Dittmar bleibt noch einige Zeit als Fluglehrer in Buenos Aires. Der Aufenhalt der Deutschen bringt aber bis Heute viel Interesse für den Segelflug in Südamerika.


Durch besondere Ausschreibungen wird die Entwicklung der Nurflügelmodelle gefördert. Namen wie Heini Dittmar, Antes, Adenaw, Haas, Schmidtberg, Warmbier und Gerner werden bekannt.
Der DSV erstellt einen Ausbildungsplan für den Flugmodellbau.
Ing. Maurus Glas entwickelt mit der Firma Gebrüder Heller in Schmalkalden die Aluminium-Metallbauweise für Flugmodelle, bekannt geworden unter dem Namen Meco-Metallbauweise. Die Werkzeuge dazu sind die Meco-Mechanikus und die Meco- Construktor - Zangen.
Dresden und Magdeburg entwickeln sich zu Zentren der Modellflugentwicklung.

27.07.
Um 12:00 Uhr startet Heini Dittmar mit Fafnir II - Sao Paulo auf der Wasserkuppe am Westhang und fliegt 375 km bis nach Liban, Tschechien. Dieser Flug machte deutlich dass die 400 km, oder sogar 500 km Grenze bald erreicht werden können.

Im November 1934 verkündet der Reichs- und Preußische Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung den Unterichtserlass RU III 10.1. Der bestimmt, dass an allen Knabenschulen mit Werkuntericht der Flugmodellbau zu betreiben ist.



 

Zeitleiste

 
Vogel
1891 1895 1920 1929 1931 1932 1935 1951 1952 1959 Heute
Zeitleiste