1929 - 1930

1929:

Die M.A.G. führt erstmalig einen Wettbewerb für Wasserflugmodelle durch, aber keiner der Teilnehmer kommt vom Wasser frei.

25.04.
Bubi Nehring unternimmt von Malchen aus, auf Darmstadt II einen Versuch den Grüne Post-Preis zu erfliegen. Er ereichte leider "nur" 72,2 km konnte damit aber seinen eigenen Weltrekord überbieten, und flog gleichzeitig mit 1209 m Höhengewinn einen weiteren Weltrekord.

Am 15.05. gelang Robert Kronfeld der erste Überlandflug von über 1oo km entlang des Teutoburger-Waldes in einer Mischung aus Hang-und Thermikflug.

04.06. Der Hindenburg-Pokal, höchste Auszeichnung für Segelflieger wird ausgeschrieben. Erster Gewinner Robert Kronfeld. Rhön 1929.

01.07. Günter Groenhoff beginnt als Fluglehrer auf der Wasserkuppe und wird als einer der besten Segelflieger seiner Zeit Testpilot bei Lippisch.

Am  20.07. fliegt Robert Kronfeld auf  Wien  während der 10. Rhön mit 143 km (Wasserkuppe-Hermsdorf) neuen Streckenweltrekord. Auf diesem Flug stellt er mit 2o25 m gleichzeitig einen neuen Höhenweltrekord auf.
Es war der erste Segelflug mit mehr als 2ooo m Höhengewinn.

Im August veranstaltet der Deutsche Luftfahrt-Verband in Cospeda bei Jena den ersten Deutschen Flugmodell-Wettbewerb. Bei den Segelflugmodellen gewinnt Tschoppe aus Weißenfels. Sein Modell besteht aus Bambus und Pergamentpapier. Bei den Motormodellen siegt Gäbler aus Halberstadt mit einem Rumpfmodell. Unter den Preisträgern sind auch die Brüder Edgar und Heini Dittmar aus Schweinfurt.
Flugmodellwettbewerbe sollen ab jetzt getrennt nach Segel- und Motorflug durchgeführt werden.


20.10. Oskar Dimont D fliegt in Rossitten auf einer Eigenkonstruktion 14,43 Std.

14.12. Der Chefredakteur der Zeitschrift  "The Aeroplane" Grey ruft zu einem "gliding lunch" auf . Dies war der Startschuss zur Wiederaufnahme der Segelflugaktivitäten in England.

Heini Dittmar wird nach seinen Erfolgen als Modellflieger Lehrling in der Werkstatt von A. Lippisch und arbeitet u. a. an der besten Konstruktion von Lippisch am Fafnir, baut daneben seine eigene Konstruktion: den Condor.
Nach Groehoffs Tot wird er Chef - Testpilot von Lippisch bis in den 2. Weltkrieg als Lippisch die Me 163 zunächst ohne Motor und später als Raketenflugzeug entwickelt.

1930:

08.03.
Die 1. wissenschaftliche Segelflugtagung wird von Prof. Georgii einberufen und eröffnet.

16.04. Bei einem Wetterflug stürzt  Bubi Nehring tödlich ab

Am 08.und 09.06. findet auf der Wasserkuppe der 1. Segelflug-Modellwettbewerb statt. Diese Tradition wird, mit Ausnahme der Jahre 1945 - 1951 Flugverbot auch für Modelle, bis heute fortgeführt.
Sieger wurde Horst Winkler mit dem Modell,  das später unter dem  Namen Großer Winkler  großen Bekanntheitsgrad errang.
 
19.06. Robert Kronfeld läßt sich mit seiner Wien über der Küste von England auf 3000 m schleppen und fliegt im Gleitflug nach Frankreich. Er gewinnt damit den 5000-Pfund-Preis der Daily Mail für die erste Überquerung des Ärmelkanals mit einem Segelflugzeug.

30.06. Robert Kronfeld demonstriert in England eindrucksvoll die Möglichkeiten des thermischen Segelflugs, in dem er von London nach Chatham und am nächsten Tag zurück nach London flog. Diese Demonstration beschleunigte dei Wiederbelebung des britischen Luftsports.

Für die enorme Leistungssteigerung, besonders in den 30er Jahren, waren nicht nur die vielen talentierten Flieger verantwortlich, sonern auch eine Reihe von hervorragenden Flugzeugkonstrukteuren, die oft auch ihre Segler selbst bauten und flogen, wie H.Jacobs, Wolf Hirth, Heini Dittmar, Bebr. Horten und E. Scheibe. Der Übervater war A. Lippisch, der weniger als Pilot hervorstach, sondern als gelernter Techniker und Aerodynamiker zuständig war als Chef der Techn. Kommision für die Zulassung der Wettbewerbs-Flugzeuge.

17.08. Günther Groenhoff kreist mit Fafnir in Steilkreisen über dem Kreuzberg und gewinnt in kurzer Zeit 17oo m.

24.09. 1.Nationaler amerikanischer Segelflugwettbewerb in Elmira NY.

04.10. Wolf Hirth macht den 1. Blauthermik-Flug.
 

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